Was sind die drängendsten Herausforderungen, vor denen wir als Menschheit stehen? Was denken Sie wären Kandidaten für Ihre eigene Liste?
Von den Vereinten Nationen wurden vor allem 17 Herausforderungen identifiziert, die angegangen werden müssen.
Alles wichtige Ziele, um die Welt zu einem noch besseren Ort und die Zukunft reicher zu machen.
Ein Ziel möchte ich Ihnen aber besonders ans Herz legen.
Herausforderungen angehen, die Welt verändern
Folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung finden Sie auf der Liste der Vereinten Nationen:
1.) Keine Armut. 2.) Kein Hunger. 3.) Gesundheit und Wohlergehen. 4.) Hochwertige Bildung. 5.) Gleichstellung der Geschlechter. 6.) Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen. 7.) Bezahlbare und saubere Energie. 8.) Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum. 9.) Industrie, Innovation und Infrastruktur. 10.) Weniger Ungleichheiten. 11.) Nachhaltige Städte und Gemeinden. 12.) Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster. 13.) Maßnahmen zum Klimaschutz. 14.) Leben unter Wasser (Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen für eine nachhaltige Entwicklung). 15.) Leben an Land (Schutz, Wiederherstellung sowie die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen an Land). 16.) Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen. 17.) Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.
Die UN schreibt: „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung sind wichtige, die Welt verändernde Ziele, für deren Erreichung Regierungen, internationale Organisationen und Entscheidungsträger weltweit zusammenarbeiten.“
Und ich glaube, dass unter diesen 17 wichtigen Zielen die Nummer Sieben, „Bezahlbare und saubere Energie“, von besonderer Wichtigkeit ist:
Weil es uns ohne bezahlbare und saubere Energie nicht gelingen wird, die anderen Ziele zu verwirklichen: Wir werden nicht die Armut, nicht den Hunger, nicht die Gesundheit fördern, nicht für Bildung und Gleichstellung sorgen und schon gar nicht nachhaltig den Klimaschutz unterstützen ohne genügend bezahlbare Energie.
Ein alternativloser Hoffnungsträger?
Bezahlbare und saubere Energie steht also im Zentrum unserer Zukunft. Ein Problem dabei ist allerdings: Mit der Energie, die heute zumeist als bezahlbare und saubere Energie propagiert wird, also den erneuerbaren Energien, werden wir das nicht schaffen.
Der Silicon-Valley-Unternehmer, Stanford-Dozent und Buchautor Tony Seba (bekanntestes Buch: „Die saubere Revolution 2030“) ist eine einflussreiche Stimme im Chor der Befürworter der erneuerbaren Energien.
Eine seiner Thesen besagt, dass erneuerbare Energien unendlich verfügbar seien. Er geht davon aus, dass es ein neues Energiesystem geben wird, in der Energie fast kostenlos ist.
Eine Begründung seiner Argumente sieht er in den historisch fallenden Preisen von Wind- und Solarenergie, von Batterien und Elektrofahrzeugen – er erkennt in diesen fallenden Preisen eine Tendenz, die anhalten wird. Die Fortschritte bei der Batterietechnologie spielen also eine entscheidende Rolle in Sebas Zukunftsprognose.
Weil er diese Fortschritte als herausragend ansieht, erkennt er als Unternehmer in erneuerbaren Energien und nachhaltigen Technologien große wirtschaftliche Chancen. Er glaubt, dass dieser Weg zu neuen Arbeits- plätzen führt, Innovationen vorantreibt und die Wirtschaft ankurbelt. Zudem sei der weltweite Umstieg auf erneuerbare Energien wie Solarenergie, Windkraft, Geothermie und Wasserkraft alternativlos, um die schädliche Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen.
Meiner Ansicht nach sind Sebas Annahmen allerdings viel zu optimistisch. Weil der Energiebedarf auf eine Weise steigen wird, dass erneuerbare Energien den Bedarf nicht decken können. Weil die Ressourcen und Rohstoffe, die für die Energiewende gebraucht werden, nicht ausreichend verfügbar sind.
Was denken Sie über erneuerbare Energien als Hoffnungsträger einer guten Zukunft? Lassen Sie uns darüber sprechen.
Ihr Wilfried Hahn